Was die Klaue jeden Tag erlebt

Laufflächen, Roboterbereich und Stehzeit — wo die Klauengesundheit entschieden wird und warum die Fütterung dabei Verstärker ist, nicht Alleinursache
HELMUT DEMMELHUBER | UNTERNEHMENSBERATER UND HOLSTEINZÜCHTER
Wenn die Klauenbefunde zunehmen, wird zuerst über die Ration gesprochen — sie lässt sich am schnellsten ändern. Belegt ist etwas anderes: Was die Klaue belastet, ist der Boden, auf dem sie steht, und die Zahl der Stunden, die sie darauf steht. Beides entsteht aus Stallgeometrie, Belegung und Melkorganisation, im Roboterbetrieb zusätzlich aus Weglänge und Wartezeit. Dieser Beitrag ordnet die Belege, nennt die abgesicherten Zielwerte und benennt die Stellen, an denen die Forschung nichts hergibt.

Zwei von drei lahmen Kühen sieht niemand
Am Anfang steht die Zahl, die jede Diskussion über Laufflächen einordnet. Eine Metaanalyse fasste 2025 fünfundzwanzig Jahre nordwesteuropäischer Literatur zusammen: 53 Studien, gepoolte Lahmheitsprävalenz 28 Prozent bei einem Konfidenzintervall von 23 bis 33 Prozent.1 Der Wert gilt für die weiter gefasste Lahmheitsdefinition — für die enge weisen die Autoren wegen zu großer Streuung gar keinen aus. Wer die Zahl zitiert, sollte die Definition mitliefern.
Der eigentliche Befund steht woanders. Im deutschen PraeRi-Datensatz wurden auf 765 Betrieben rund 85.000 Kühe bonitiert und die Betriebsleiter parallel nach ihrer eigenen Einschätzung gefragt. Die tierärztlich erhobene mediane Prävalenz lag bei 23,1 Prozent im Norden, 39,1 Prozent im Osten und 23,2 Prozent im Süden. Die Landwirte schätzten 9,5, 9,5 und 7,1 Prozent. Daraus errechnet sich, dass 45,3 Prozent der lahmen Tiere im Norden, 24,0 Prozent im Osten und 30,0 Prozent im Süden überhaupt als lahm wahrgenommen wurden.2
Zwei von drei lahmen Kühen werden im Stall nicht als lahm wahrgenommen. Wer seine Klauengesundheit einschätzen will, muss bonitieren.
Was auf der Klaue lastet
Die Biomechanik ist der Teil der Klauengesundheit, der sich messen lässt. Eine Leipziger Arbeitsgruppe hat an isolierten, funktionell geschnittenen Hintergliedmaßen die Druckverteilung gemessen: auf Beton im Mittel 44,7 Newton je Quadratzentimeter bei einem Maximum von 130,3, verteilt auf rund 33 Quadratzentimeter belastete Fläche — auf den geprüften Gummiböden 24,9 bis 29,7 im Mittel, Maximum 71,9 bis 87,2, bei 48 bis 58 Quadratzentimetern.3 Entscheidend ist nicht nur die Höhe, sondern die Lage: Die Druckmaxima traten an der Außenklaue plantar und abaxial auf — dort, wo das Rusterholzsche Sohlengeschwür entsteht.
Der zweite Mechanismus wird häufiger übersehen. Eine Kuh rutscht nicht auf der Geraden, sondern in der Kurve, beim Anfahren und beim Abbremsen. Eine niederländische Arbeitsgruppe hat die Bodenreaktionskräfte gemessen und daraus den erforderlichen Reibungskoeffizienten abgeleitet: Beim Geradeausgehen und in der Kurve erreichte er das, was der Boden gerade noch hergibt, bei plötzlichem Stoppen und Anfahren lag er darüber. Eine kanadische Versuchsreihe mit eigens gebauten Laufwegen bestätigt das für Start, rechtwinklige Kurve und Rinne — und liefert einen Befund, der in der Beratung zu selten ankommt: Eine dünne Gülleschicht erhöhte Rutschhäufigkeit, Schrittzahl und Zeitbedarf, und das ließ sich weder durch höhere Rauheit noch durch höhere Nachgiebigkeit ausgleichen.4 Ein gerillter Boden rettet keine verschmutzte Fläche.
Kein Boden kann alles
Dass Beton der Klaue schlechter bekommt als eine weiche Fläche, ist gut belegt, und am deutlichsten bei den Erstkalbinnen. In einem schwedischen Versuch hatten Färsen, die nach der Kalbung auf Betonspalten statt auf gummiaufgelegten Spalten standen, ein 3,6-fach erhöhtes Lahmheitsrisiko und ein 2,2-fach erhöhtes für Sohlenblutungen und -geschwüre. In der Aufzuchtphase derselben Tiere betrug der Hornabrieb auf dem Betonlaufgang 6,08 Millimeter im Monat gegenüber 2,09 auf Tiefstreu.5
Wer daraus ableitet, Gummi löse das Problem, liest die Literatur zur Hälfte. Eine deutsche Dissertation hat Wachstum und Abrieb über zwölf Monate an 69 Kühen beziffert: Netto-Hornzuwachs 3,4 Millimeter im Monat auf Gummi gegenüber 1,2 auf Beton, weil der Abrieb von 3,5 auf 0,3 Millimeter zurückging. Eine Verminderung von Prävalenz oder Schweregrad der Klauenerkrankungen brachte der Belagwechsel nicht. Der umgekehrte Fehler ist hierzulande ein Randthema und in amerikanischen Daten ein Hauptbefund: Auf einem Großbetrieb im Südosten der USA entfielen auf Zehengeschwüre infolge dünner Sohle 20 Prozent der erfassten Läsionen und auf dünne Sohlen als eigenständigen Befund weitere 13 Prozent — mehr als auf die Weiße-Linie-Erkrankung.6
Bei den infektiösen Erkrankungen kehrt sich die Rangfolge um. Eine norwegische Fall-Kontroll-Studie fand für planbefestigte Laufgänge gegenüber Spaltenboden eine 2,36-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit für Mortellaro. Eine zweite norwegische Arbeit fasst den Zielkonflikt zusammen: Planbefestigte Böden sind für die meisten reheassoziierten Läsionen günstiger, Spaltenboden für die infektiösen Erkrankungen — aber nicht für das Gangbild.7
Wer die Sohle entlastet, verliert Abrieb; wer den Kot wegbekommt, verliert Gangkomfort. Die Frage ist, welches Problem die Herde gerade hat.
Stehzeit ist die Währung
Das Zeitbudget einer Kuh ist ein Nullsummenspiel: Was das Melken nimmt, fehlt beim Liegen. Eine Videoauswertung an 205 Kühen in sechzehn Liegeboxenlaufställen zeigt die Spannweite in der Praxis. Die Zeit außerhalb der Bucht für das Melken lag zwischen einer halben und sechs Stunden pro Tag, im Mittel bei 2,7 Stunden, und sie wirkte sich negativ auf Fress- und Liegezeit aus.8 Dass erzwungenes Stehen unmittelbar auf das Verhalten schlägt, ist experimentell belegt; der Weg vom Stehen zum fertigen Sohlengeschwür dagegen ist epidemiologisch gestützt, aber im Versuch bis heute nicht sauber reproduziert.
Der wichtigste Befund für den deutschsprachigen Raum betrifft nicht den Laufgang. In einer Querschnittsstudie an 103 Betrieben in Deutschland und Österreich mit Holstein und Fleckvieh lag die mittlere Lahmheitsprävalenz bei 34 Prozent, die Spanne reichte von null bis 81 Prozent. Ins finale Risikomodell gelangten drei liegeplatzbezogene Risikofaktoren — Matten statt Tiefstreu, behinderter Kopfschwung, zu kurze Nackenriegeldiagonale —, das Liegeverhalten und die Körperkondition. Laufflächenvariablen erscheinen dort nicht.9 Das ist ein Gegengewicht zu einer allzu bodenzentrierten Argumentation: In diesem Datensatz war der Liegeplatz wichtiger als der Laufgang.
Im Roboterbereich bündelt sich beides
Ein Roboterbetrieb hat keine Melkzeit und keinen Wartehof — und trotzdem stehen die Kühe erhebliche Zeit am engsten Punkt des Stalles. Eine Videoauswertung an einer Bucht mit 59 Kühen ergab: Die Tiere suchten den Roboter im Mittel sechsmal täglich auf und warteten je Besuch fünfzehn Minuten, zusammen 88 Minuten je Kuh und Tag bei einer Spanne von 5 bis 322 Minuten. Erstlaktierende warteten länger, und Kühe mit langen Wartezeiten lagen kürzer — 9,5 gegenüber 11,1 Stunden.10 Die Arbeit umfasst einen Betrieb und zwei Beobachtungstage; sie taugt als Illustration, nicht als Kennzahl.
Die Rückkopplung ist der eigentliche Punkt. Eine Querschnittsstudie an 41 Roboterbetrieben fand, dass lahme Kühe 1,6 Kilogramm weniger Milch in 0,3 Melkungen weniger gaben und mit 2,2-facher Wahrscheinlichkeit innerhalb von sechs Tagen mehrfach nachgetrieben werden mussten.11 Die lahme Kuh geht seltener von selbst, wird deshalb geholt, steht dabei zusätzlich — und wird dadurch nicht gesünder.
Der Roboter macht die Melkzeit unsichtbar, nicht die Stehzeit. Sie verteilt sich nur über den ganzen Tag.
Wo die Fütterung hineinspielt — und wo nicht
Den klarsten verfügbaren Test für die Gewichtung liefert ein schwedischer Versuch, der Bodenart und Kraftfutterniveau bei Färsen faktoriell gegeneinander geprüft hat: Die Tiere auf Beton mit hoher Kraftfuttergabe hatten die höchsten Sohlenblutungsscores, und die Bodenart hatte dabei größeren Einfluss als das Kraftfutterniveau. Als bedeutsamste Faktoren benannten die Autoren den abrupten Wechsel von Weide auf Stall und die peripartale Phase.12 Die Tiere standen angebunden — auf heutige Laufstallverhältnisse nur eingeschränkt übertragbar.
Ein zweiter Wirkungsweg läuft über den Kot. Färsen mit nasser fermentierter Ration entwickelten in einer britischen Untersuchung mehr Klauenhornläsionen und weicheres Horn als solche mit trockener Ration. Die Erklärung der Autoren war nicht der Pansen, sondern das lange Stehen in dünnflüssiger Gülle. Die Ration verändert die Konsistenz des Kots, der Kot verändert die Lauffläche, die Lauffläche verändert das Horn. Dazu passt der nüchterne Stand der Metaanalysen: Von allen fütterungsnahen Größen hat es bislang nur die Körperkondition in eine belastbare Poolung geschafft.13 Kein Rationsparameter ist darunter.
Maße und Zielwerte — und was davon abgesichert ist
Bei den Gangmaßen ist die Beleglage anders als bei Boden und Liegeplatz: viele Empfehlungen, wenige Studien. Die folgenden Werte stammen aus den Regelwerken des deutschsprachigen Raums und aus der internationalen Beratungsliteratur — nützlich, aber fast keiner davon aus einer Schwellenwertanalyse mit Lahmheitsendpunkt abgeleitet.14
PLANUNGSMASSE IM ÜBERBLICK Laufflächen und Entmistung • Laufgang im Neubau, enthornte Tiere: mindestens 2,50 m, empfohlen 3,00 m • Lauf-Fressgang im Neubau: mindestens 3,50 m, empfohlen 4,00 m • Quergänge nach 15 bis 20 gegenständigen Liegeboxen, Sackgassen vermeiden • Spaltenweite maximal 3,5 cm, Auftrittsbreite 8 bis 13 cm • Planbefestigte Flächen mindestens zweimal täglich abschieben Roboterbereich • Wartebereich 15 bis 20 m² je Melkbox, keine Seite unter 3 m • Übergänge im AMS-Stall 2,5 bis 3,5 m, also zwei bis drei Liegeboxenbreiten • Futtergang unter 430 cm: eigenständiger Risikofaktor, Odds Ratio 1,9 • Freiraum vor dem Roboter 6,1 m bei einem, 7,0 bis 7,6 m bei zwei nebeneinander • Kühe je Roboter 55 bis 60 — andere Beratungsquellen nennen 60 bis 80 • Nachtreiben im Mittel 10 Prozent der laktierenden Kühe pro Tag oder weniger Liegeplatz • Boxenbreite 0,83 × Widerristhöhe, Liegelänge 1,1 × diagonale Rumpflänge • Einstreu mindestens 30 cm Tiefstreu auf Beton, mindestens 5 cm komprimiert auf Matten • Stallfläche mindestens 9 m² je Kuh einschließlich Liegefläche Von diesen Werten ist einzig die Futtergangbreite aus einer Auswertung mit Lahmheitsendpunkt abgeleitet. Die Angaben zur Roboterauslastung weichen zwischen den Beratungsquellen erheblich ab — wer plant, wählt zwischen zwei Schulen, nicht zwischen richtig und falsch. |
Drei Lücken gehören benannt. Für Kurvenradien, Engstellen und Übergänge als quantifizierte Risikofaktoren gibt es keine Studie mit Effektschätzer — die Argumentation stützt sich indirekt auf die Reibungsmessungen. Zum Spaltenschieber als Störfaktor im Tierverkehr liegt keine belastbare Primärstudie vor. Und ein direkter Zusammenhang zwischen Schieberfrequenz und Klauengesundheit ist nicht belegt, nur die beiden Teilstücke der Kette sind es.
Früherkennung ist der größte Hebel
Zwei randomisierte Versuche derselben britischen Arbeitsgruppe prüfen dieselben Behandlungen und kommen zu entgegengesetzten Ergebnissen; der Unterschied liegt allein im Zeitpunkt. Bei 167 neu lahmen Kühen heilten nach 35 Tagen 24,4 Prozent mit therapeutischem Ausschneiden allein und 56,1 Prozent mit Klotz und Schmerzmittel zusammen. Bei Kühen, die bereits länger als zwei Wochen lahm waren, lagen die Anteile nach 42 Tagen bei 15,4, 14,8 und 16,0 Prozent — kein Behandlungseffekt mehr.15
Damit wird die Bonitur zur eigentlichen Maßnahme. Die internationale Leitlinie empfiehlt eine fünfstufige Skala, eine Erhebung optimal alle zwei Wochen und rund 90 Prozent der Kühe in Note 1 als Zielgröße. Was daran hängt, zeigt die Kostenseite: Ein bioökonomisches Modell beziffert 307,50 Euro je lahmer Kuh und Jahr.16 Der größere Teil davon steht nirgends als Rechnung, sondern als nicht gemolkene Milch, verlängerte Zwischenkalbezeit und vorzeitiger Abgang — deshalb fällt Klauengesundheit in der Betriebsbuchhaltung so selten auf.
Ein Fall aus der Beratungspraxis
Der folgende Fall stammt aus einer aktuellen Herdenanalyse und zeigt eine Herde, in der der Boden die Ursache ist und die Ration die Nebenrolle spielt. Betrieb und Tiere sind anonymisiert, die Zahlen sind unverändert.
ROBOTERHERDE, RUND 120 MELKENDE KÜHE, 33 KILOGRAMM TAGESGEMELK Befundbild Über vier Jahre betriebseigener Klauenpflegedokumentation hatten 64 Prozent der dokumentierten Kühe mindestens einmal einen Befund, 34 Prozent mindestens einmal einen geklebten Klotz. Häufigste Einzelbefunde: Hornqualität, Einrisse und Rehe bei 27 Prozent, Weiße-Linie-Defekt bei 22 Prozent, Sohlengeschwür bei 15 Prozent. Das Alarmsignal An einem Pflegetermin im August wurden erstmals alle vier Klauen jedes Tieres bewertet: 22 von 22 Kühen mit Befund, darunter 20 Weiße-Linie-Defekte, 18 davon an einer Hinterklaue. Betroffen waren Laktation 1 bis 7 und Laktationstage zwischen 40 und 420 — kein Frischmelkercluster, kein Altersmuster. Die Roboterkennzahlen 2,6 bis 2,8 Melkungen und zusätzlich 2,5 bis 3,3 Verweigerungen je Kuh und Tag über ein volles Jahr — fünf bis sechs Gänge zum Roboter täglich, fast die Hälfte davon ohne Melkung, jeder mit Hingehen, Warten, Drehen und Zurücklaufen auf dem am stärksten frequentierten Stück Beton des Stalles. Die Fütterungsseite Der Fett-Eiweiß-Quotient lag über 366 Tagesdatensätze monatlich zwischen 1,07 und 1,13, der Fettgehalt zwischen 3,81 und 4,09 Prozent. Kein Monat sprach auf Herdenebene für eine chronische Pansenazidose — das entlastet die Ration in ihrer Grundauslegung, sagt aber nichts über einzelne Gruppen. Die Dokumentationsfalle Vollständig dokumentierte Pflegetermine fanden bei 60 Prozent der Kühe einen Befund, unvollständige bei 14 Prozent. Der Unterschied lag im Haken, nicht in der Klaue. Die Reihenfolge der Abklärung Erstens Laufflächen und Roboterbereich — Griffigkeit, Betonzustand, Kanten, Engstellen, Wendebereiche. Zweitens Stehzeiten und Wartezeit am Roboter. Drittens Klauenpflegeintervall und Sohlendicke. Viertens die Kraftfutterkurve am Roboter, nicht wegen der Stärkemenge, sondern wegen der Besuchsfrequenz. Und erst danach die Ration selbst. |
Zwei Dinge lassen sich verallgemeinern. Ein Befundbild ohne Laktationsstadien-Muster spricht gegen eine Transit- und für eine Belastungsursache. Und die erste vollständige Dokumentation aller vier Klauen erzeugt eine scheinbare Verschlechterung, die in Wirklichkeit ein Dokumentationssprung ist.
Zwanzig Weiße-Linie-Defekte an einem Tag quer durch alle Laktationen sind eine Aussage über den Stall, nicht über den Futtertisch.
Zehn Werkzeuge für den Stallalltag
Die ersten fünf Werkzeuge kosten nichts außer Zeit und Aufmerksamkeit. Die letzten fünf kosten Geld oder einen Umbau.
WERKZEUG 1 — DER KUHRUNDGANG Ziel: sehen, wo die Klaue arbeitet Einmal mit den Augen einer Kuh durch den Stall. Wo macht sie kurze, vorsichtige Schritte? Wo rutscht sie? Wo dreht sie auf der Stelle? Wo wird gedrängelt? Die kritischen Punkte sind bekannt: Roboterausgang, Wartebereich, Übergänge, Tränkebereich, enge Kurven. Die Reibungsmessungen sagen dasselbe — auf der Geraden reicht die Griffigkeit, in der Kurve und beim Anfahren nicht. |
WERKZEUG 2 — BONITIEREN STATT SCHÄTZEN Ziel: das Problem überhaupt sehen Fünfstufige Bewegungsnote, alle zwei bis vier Wochen, an derselben Stelle, von derselben Person. Zielgröße rund 90 Prozent mit Note 1. Wer das drei Monate durchhält, weiß mehr über seinen Stall als aus jedem Gutachten — und erkennt die Tiere, bei denen eine Behandlung noch wirkt. |
WERKZEUG 3 — ALLE VIER KLAUEN DOKUMENTIEREN Ziel: Termine vergleichbar machen Je Kuh alle vier Klauen bewerten, auch wenn dreimal ohne Befund dabei steht. Erst dann lassen sich Termine vergleichen und erst dann lässt sich prüfen, ob eine Maßnahme gewirkt hat. Scheitert die Bedienung der App im Klauenstand an den Handschuhen, hilft die Entkopplung: je Kuh ein gesprochener Satz aufs Aufnahmegerät, Übertragung anschließend am Schreibtisch. |
WERKZEUG 4 — DIE STEHZEITUHR Ziel: das Zeitbudget beziffern An einem normalen Tag mitschreiben: Wann wird fixiert und wie lange? Wie lange dauert Besamen, Klauenpflege, Tierarztrunde? Wie lange steht die Gruppe beim Einstreuen draußen? Alles zusammenzählen. Über drei Stunden außerhalb der normalen Routine bedeutet, dass Liege- oder Fresszeit fehlt. Im Roboterbetrieb gehört dazu die Wartezeit am Roboter. Wer keine Sensordaten hat, stellt sich an einem Nachmittag eine Stunde an den Roboter und zählt, wie viele Tiere warten und wie lange. |
WERKZEUG 5 — VIER ROBOTERKENNZAHLEN Ziel: die Laufwegbelastung sichtbar machen Melkungen je Kuh und Tag, Verweigerungen je Kuh und Tag, Kühe je Roboter, Anteil nachgetriebener Tiere. Nähern sich die Verweigerungen der Zahl der Melkungen, läuft jede Kuh fünf- bis sechsmal täglich hin. Beim Nachtreiben gilt als Orientierung: im Mittel zehn Prozent der laktierenden Kühe oder weniger. Und die Rückkopplung mitdenken: Die Kuh, die am häufigsten geholt werden muss, ist überdurchschnittlich oft die lahme. |
WERKZEUG 6 — SOHLENDICKE ZUR REGEL MACHEN Ziel: den unsichtbaren Fehler abstellen Mit dem Klauenpfleger festlegen, dass die Dorsalwandlänge gemessen und nicht geschätzt wird, und dass eine Mindest-Sohlendicke eingehalten wird. Zu dünn ausgeschnittene Klauen sind ein Befund, der erst Wochen später als Lahmheit sichtbar wird — und dann dem Boden zugeschrieben wird. |
WERKZEUG 7 — DER SCHIEBERPLAN Ziel: die Schmierschicht loswerden Mindestens zweimal täglich abschieben ist der Mindeststandard der Tierschutzleitlinie; in der Praxis wirkt deutlich häufigeres Schieben. Der Punkt ist nicht die Sauberkeit an sich, sondern die Griffigkeit: Eine dünne Gülleschicht kostet Trittsicherheit, und das lässt sich weder durch Rillen noch durch Gummi ausgleichen. |
WERKZEUG 8 — GUMMI GEZIELT, NICHT FLÄCHIG Ziel: dort entlasten, wo es zählt Vorrang haben die Bereiche mit Wendungen, Warten und Drängeln: Roboter- oder Melkstandausgang, Wartebereich, Übergänge, Fressgang. Flächige Gummierung senkt den Abrieb so stark, dass das Pflegeintervall angepasst werden muss — sonst tauscht man ein Problem gegen ein anderes. Bei infektiösen Erkrankungen die Richtung prüfen: Planbefestigte Flächen sind für Mortellaro der ungünstigere Boden. Wer dort gummiert, muss die Entmistung mitdenken. |
WERKZEUG 9 — DIE BOX VOR DEM GANG Ziel: die belegte Hauptursache zuerst angehen In den deutschsprachigen Risikodaten war der Liegekomfort wichtiger als die Lauffläche. Prüfen Sie zuerst: Nackenrohrposition, Kopfschwungraum, Bugschwellenhöhe, Einstreumenge, Boxenbreite im Verhältnis zur größten Vierteilgruppe der Herde — und die Belegung. Über hundert Prozent Boxenbelegung kostet Liegezeit. Bei Färsen entscheidet die Nackenrohrposition darüber, ob sie die Box überhaupt benutzen lernen. Wer Erstkalbinnen eingliedert, sollte diesen Bereich am großzügigsten auslegen. |
WERKZEUG 10 — DIE ÜBERGANGSPHASE PLANEN Ziel: keine Welle acht Wochen nach dem Umbau Frisch betonierte oder gefräste Flächen, ein Wechsel von Weide auf Stall, eine neue Gruppeneinteilung: Das sind Belastungsphasen. In diesen Wochen Bonitur verdichten, nicht zusätzlich treiben, und die Klauenpflege vorziehen statt verschieben. Der Grund ist physiologisch: Die Hornbildung passt sich an eine veränderte Abriebrate nur mit Verzögerung an. Die Wochen dazwischen sind die, in denen die Sohle zu dünn wird. |
Fazit: Die Klaue trägt die Folgen mit Verzögerung
Die Belege ergeben ein Bild, das für die Praxis unbequemer ist als die Fütterungshypothese, weil es auf Dinge zeigt, die sich nicht in einer Woche ändern lassen. Beton erzeugt fast den doppelten Sohlendruck auf deutlich kleinerer Fläche, und zwar dort, wo das Sohlengeschwür entsteht. Die Reibungsreserve reicht für gerades Gehen, nicht für Kurven und Stop-and-go. Eine dünne Gülleschicht kostet Griffigkeit, die kein Rillenmuster zurückholt. Und im Roboterbetrieb verschwindet die Melkzeit aus dem Tagesablauf und taucht als Wartezeit wieder auf. Die Fütterung ist darin kein Nebenschauplatz, aber sie hat eine andere Rolle als gedacht: Wo Boden und Kraftfutter direkt gegeneinander geprüft wurden, wog der Boden schwerer.
Für die Herdenanalyse folgt daraus eine Reihenfolge. Erst das Befundbild sortieren: Dominieren Weiße-Linie-Defekte und Sohlengeschwüre, geht es um Belastung und Hornqualität; dominieren Mortellaro und Klauenfäule, um Feuchtigkeit und Hygiene — zwei Baustellen mit teilweise gegenläufigen Lösungen. Dann das Entstehungsfenster bestimmen, acht bis zwölf Wochen zurück. Dann Liegeplatz, Laufflächen und Stehzeiten. Und erst danach die Ration.
Die Klaue trägt die Folgen des Stallmanagements. Sie trägt sie nur mit Verzögerung — und deshalb wird der Zusammenhang so oft übersehen.
ANMERKUNGEN UND QUELLEN
1 Wessels, W., Bokkers, E. A. M., de Boer, I. J. M., Meijer, E., Rodenburg, T. B., Hostens, M., Koop, G. (2025): A systematic review and meta-analysis of lameness scoring methods and the prevalence of lameness of dairy cows in Northwest Europe. Journal of Dairy Science 108(9), 10037–10059. Bezugspopulation: Milchkühe in Nordwesteuropa, 53 Prävalenzstudien aus 25 Jahren. Die 28 Prozent gelten für die weiter gefasste Lahmheitsdefinition; für die enge Definition weisen die Autoren wegen zu großer Streuung keinen Punktschätzer aus. Dieselbe Arbeit fand niedrigere Prävalenzen bei Weidegang, bei Tiefstreuboxen und auf Gummi statt Beton.
2 Jensen, K. C., Oehm, A. W., Campe, A., Stock, A., Woudstra, S., Feist, M., Müller, K., Hoedemaker, M., Merle, R. (2022): German farmers' awareness of lameness in their dairy herds. Frontiers in Veterinary Science 9, 866791. Bezugspopulation: Bonitur von 85.549 Kühen auf 765 deutschen Betrieben (ausgewertet 84.998 Kühe auf 751 Betrieben), Betriebsbesuche Dezember 2016 bis Juli 2019, PraeRi-Datensatz. Die Autoren nennen den Quotienten aus geschätzter und erhobener Prävalenz Farmers' Detection Index.
3 Oehme, B., Geiger, S. M., Grund, S., Hainke, K., Munzel, J., Mülling, C. K. W. (2018): Effect of different flooring types on pressure distribution under the bovine claw — an ex vivo study. BMC Veterinary Research 14, 259. Ex-vivo-Messung an zwölf isolierten Hintergliedmaßen bei rund 143 Kilogramm Auflast; geprüft wurden Beton sowie die Matten KARERA, KURA und profiKURA. Die belastete Fläche auf Beton wird im Abstract mit 32,2, im Ergebnisteil mit 33,2 Quadratzentimetern angegeben; hier ist der Ergebnisteil zugrunde gelegt.
4 van der Tol, P. P. J., Metz, J. H. M., Noordhuizen-Stassen, E. N., Back, W., Braam, C. R., Weijs, W. A. (2005): Frictional forces required for unrestrained locomotion in dairy cattle. Journal of Dairy Science 88(2), 615–624; neun nicht lahme Kühe auf rutschfest gummibeschichtetem Beton. — Rushen, J., de Passillé, A. M. (2006): Effects of roughness and compressibility of flooring on cow locomotion. Journal of Dairy Science 89(8), 2965–2972; 16 Kühe auf eigens gebauten Laufwegen. Die Autoren merken an, dass technische Standardmaße für Bodeneigenschaften deren Wirkung nur unzureichend vorhersagen.
5 Bergsten, C., Telezhenko, E., Ventorp, M. (2015): Influence of soft or hard floors before and after first calving on dairy heifer locomotion, claw and leg health. Animals 5(3), 662–686. Bezugspopulation: 139 Aufzuchtfärsen und 118 Erstkalbinnen eines westschwedischen Betriebs, Stallperioden 2005/06 und 2006/07. Die Odds Ratios stammen aus der Phase nach der Kalbung (Betonspalten gegenüber gummiaufgelegten Spalten), die Abriebwerte aus der Aufzuchtphase (Betonlaufgang gegenüber Tiefstreubucht).
6 Samel, M. (2005): Gummibeschichtete Laufflächen für Milchkühe und deren Einfluss auf Klauenwachstumsparameter und Klauengesundheit im Vergleich zu betonierten Laufflächen. Dissertation, Tierärztliche Hochschule Hannover; 69 Kühe, zwölf Monate, monatliche Messung an der dorsalen Wand der lateralen Hinterklauen. — Sanders, A. H., Shearer, J. K., De Vries, A. (2009): Seasonal incidence of lameness and risk factors associated with thin soles, white line disease, ulcers, and sole punctures in dairy cattle. Journal of Dairy Science 92(7), 3165–3174. Bezugspopulation: ein Betrieb mit 2.100 Kühen im Südosten der USA, Mai 2004 bis Oktober 2007; die Prozentwerte sind Anteile an den erfassten Läsionen, nicht an den Lahmheitsereignissen.
7 Ahlén, L., Hunter Holmøy, I., Nødtvedt, A., Sogstad, Å. M., Fjeldaas, T. (2022): A case-control study regarding factors associated with digital dermatitis in Norwegian dairy herds. Acta Veterinaria Scandinavica 64, 19; 113 DD-positive gegenüber 446 DD-negativen Herden, Odds Ratio 2,36 bei einem Konfidenzintervall von 1,30 bis 4,26. — Fjeldaas, T., Sogstad, Å. M., Østerås, O. (2011): Locomotion and claw disorders in Norwegian dairy cows housed in freestalls with slatted concrete, solid concrete, or solid rubber flooring in the alleys. Journal of Dairy Science 94(3), 1243–1255; 66 Herden, 2.709 Kühe, Hauptrasse Norwegisches Rotvieh.
8 Gomez, A., Cook, N. B. (2010): Time budgets of lactating dairy cattle in commercial freestall herds. Journal of Dairy Science 93(12), 5772–5781. Bezugspopulation: 205 laktierende Kühe in 16 Liegeboxenlaufställen in Wisconsin, USA; erfasst wurde die Zeit außerhalb der Bucht einschließlich Treibwegen.
9 Dippel, S., Dolezal, M., Brenninkmeyer, C., Brinkmann, J., March, S., Knierim, U., Winckler, C. (2009): Risk factors for lameness in freestall-housed dairy cows across two breeds, farming systems, and countries. Journal of Dairy Science 92(11), 5476–5486. Bezugspopulation: 103 konventionelle und ökologische Betriebe in Deutschland und Österreich, 3.514 bonitierte Holstein- und Fleckviehkühe, Stallperiode 2004/05. Dass Laufflächenvariablen geprüft und verworfen wurden, geht aus dem Abstract nicht hervor — belegt ist nur, dass sie im finalen Modell nicht erscheinen.
10 Solano, L., Halbach, C. E., Bennett, T. B., Cook, N. B. (2022): Milking time behavior of dairy cows in a free-flow automated milking system. JDS Communications 3(6), 426–430. Bezugspopulation: 40 Fokuskühe aus einer Bucht mit 59 Kühen an einem Roboter, ein Betrieb in Wisconsin, zwei Beobachtungstage im Juli 2019; die Autoren bezeichnen die Arbeit selbst als vorläufig und fordern eine Bestätigung über mehrere Herden.
11 King, M. T. M., LeBlanc, S. J., Pajor, E. A., DeVries, T. J. (2017): Cow-level associations of lameness, behavior, and milk yield of cows milked in automated systems. Journal of Dairy Science 100(6), 4818–4828. Bezugspopulation: 41 kanadische Roboterbetriebe, Erhebung Oktober 2014 bis Juni 2015, je Betrieb eine Sechstageperiode, 29 Prozent der Kühe klinisch lahm. Der Faktor 2,2 gilt für die Wahrscheinlichkeit, in diesen sechs Tagen mehr als einmal nachgetrieben zu werden.
12 Bergsten, C., Frank, B. (1996): Sole haemorrhages in tied primiparous cows as an indicator of periparturient laminitis: effects of diet, flooring and season. Acta Veterinaria Scandinavica 37(4), 383–394; 56 beziehungsweise 21 angebundene Färsen, Beton gegen Gummimatten, drei Wochen ante partum bis dreizehn Wochen post partum. Die Gegenüberstellung von Boden und Kraftfutter stammt aus Versuch I.
13 Livesey, C. T., Harrington, T., Johnston, A. M., May, S. A., Metcalf, J. A. (1998): The effect of diet and housing on the development of sole haemorrhages, white line haemorrhages and heel erosions in Holstein heifers. Animal Science 67(1), 9–16. — Oehm, A. W., Knubben-Schweizer, G., Rieger, A., Stoll, A., Hartnack, S. (2019): A systematic review and meta-analyses of risk factors associated with lameness in dairy cows. BMC Veterinary Research 15, 346; 53 eingeschlossene Studien, 128 geprüfte Risikofaktoren, Metaanalyse für fünf davon. Liegefläche, Boxenmaße und Einstreu ließen sich wegen zu heterogener Datenlage nicht poolen.
14 Tierschutzleitlinie für die Milchkuhhaltung, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz / LAVES, 1. Auflage Mai 2007; die Laufgangmaße gelten für enthornte Tiere im Neubau. — Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (2017): Automatisches Melken, Tagungsband März 2017 (Wartebereich); LfL-Information Automatisierung im Milchviehstall, 1. Auflage Februar 2018 (Übergänge, zwei bis drei Liegeboxenbreiten). — Solano, L. (2024): Automatic milking system facilities. Lactanet Canada, Constru+ Dairy Portal, Kapitel 2, Stand Februar 2024 — Beratungsunterlage ohne Primärbelege; die abweichende Angabe 60 bis 80 Kühe je Roboter stammt von University of Wisconsin–Madison Extension (Januar 2026). — EFSA Panel on Animal Health and Welfare (2023): Welfare of dairy cows. EFSA Journal 21(5), 7993; Boxenmaße Tabelle 6, Einstreu und Stallfläche Abschnitt 4.3.7.2.2, die 5 cm gelten für komprimiertes Material. — Westin, R., Vaughan, A., de Passillé, A. M., DeVries, T. J., Pajor, E. A., Pellerin, D., Siegford, J. M., Witaifi, A., Vasseur, E., Rushen, J. (2016): Cow- and farm-level risk factors for lameness on dairy farms with automated milking systems. Journal of Dairy Science 99(5), 3732–3743; 1.378 Kühe auf 36 Betrieben in Kanada und Michigan, Erhebung Juni 2010 bis November 2012.
15 Thomas, H. J., Miguel-Pacheco, G. G., Bollard, N. J., Archer, S. C., Bell, N. J., Mason, C., Maxwell, O. J. R., Remnant, J. G., Sleeman, P., Whay, H. R., Huxley, J. N. (2015): Evaluation of treatments for claw horn lesions in dairy cows in a randomized controlled trial. Journal of Dairy Science 98(7), 4477–4486; 167 neu lahme Kühe auf fünf Betrieben, Heilung 35 Tage nach Behandlung, nur die vollständige Kombination war der Kontrolle signifikant überlegen. — Thomas, H. J., Remnant, J. G., Bollard, N. J., Burrows, A., Whay, H. R., Bell, N. J., Mason, C., Huxley, J. N. (2016): Recovery of chronically lame dairy cows following treatment for claw horn lesions: a randomised controlled trial. Veterinary Record 178(5), 116–122; 189 eingeschlossene Fälle auf sieben Betrieben, 156 davon nach 42 Tagen ausgewertet, 38 Prozent zum Auswertungszeitpunkt am gegenüberliegenden Hinterbein lahm.
16 Robcis, R., Ferchiou, A., Berrada, M., Ndiaye, Y., Herman, N., Lhermie, G., Raboisson, D. (2023): Cost of lameness in dairy herds: An integrated bioeconomic modeling approach. Journal of Dairy Science 106(4), 2519–2534. Die 391,80 Euro gelten je von Dermatitis digitalis betroffener Kuh und Jahr, nicht je Fall; Preisbasis Frankreich. Zur Kostenstruktur: Dolecheck, K., Bewley, J. (2018): Animal board invited review: Dairy cow lameness expenditures, losses and total cost. animal 12(7), 1462–1474.
ZUM AUTOR Helmut Demmelhuber ist Unternehmensberater mit Sitz in Tübingen, Baden-Württemberg, und Experte für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Rinderzucht. Er wuchs auf einem bayerischen Milchviehbetrieb auf und ist seit 2025 wieder aktiv als Holstein-Züchter tätig. Alle Betriebs-, Personen- und Tiernamen in diesem Beitrag sind anonymisiert. |




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